EMPORA – E-Mobile Power Austria umfasst zwei Forschungsprojekte mit einem Gesamtprojektvolumen von 26 Mio EUR und ist damit das größte kooperative F&E Projekt in Österreich. EMPORA wird vom Klima- und Energiefonds der Bundesregierung gefördert (aus dem 1. und 2. Call „Leuchttürme Elektromobilität“). 22 österreichische Projektpartner decken die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität ab. Die Zusammensetzung des Projektkonsortiums, dem Leitbetriebe aus Industrie und Forschung angehören, ermöglicht es das Thema Elektromobilität umfassen zu bearbeiten und sowohl technologische, als auch organisatorische Lösungen für ein Gesamtsystem zu entwickeln. Das Projekt wird von VERBUND koordiniert. EMPORA ist im Jänner 2010 gestartet und wird im März 2014 abgeschlossen.

Mobilität und Klimaschutz

Österreich verpflichtete sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu einer Verringerung der Treibhausgas(THG)-Emissionen um 13 % bis 2012. Die notwendigen Schritte sind in der „Klimastrategie Österreich" festgeschrieben. Sie umfassen Energieeffizienzmaßnahmen für Gebäude, Ausbau erneuerbarer Energie, Verbesserungen im Verkehr sowie Anpassungen im Emissionshandelssystem. Zudem wurden die Ziele des EU Klima- und Energiepakets übernommen. Österreich verpflichtet sich auch, THG-Emissionen um 16 % in Bereichen außerhalb des Emissionshandels (also im Verkehr, Haushalt, Leichtindustrie, Landwirtschaft) zu erzielen.

Hierzulande sind Industrie, produzierendes Gewerbe und Verkehr die stärksten THG-Quellen. Deren Emissionen sind bis 2009 um 2,4 % Prozent gegenüber 1990 angewachsen – die Entfernung zum Kyotoziel liegt daher bei 15,4 %. Am weitesten entfernt von der Zielerreichung ist der Sektor Verkehr, der den stärksten Anstieg seit 1990 verzeichnete. Darum bieten gerade hier alternative Kraftstoffe, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und Umstieg auf energieeffiziente Antriebe (etwa Elektromobilität) enormes Reduktionspotential. Mit der Einführung von Elektromobilität können wesentliche Emmissionsreduktionen im Verkehrssektor erreicht werden.

Zielsetzung von EMPORA

Genau hier setzt das EMPORA an:

Ziel ist es, Elektromobilität über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Fahrzeug bis hin zu den Mobilitätsangeboten für Kunden – abzudecken und Entwicklungslösungen zu erarbeiten. Dabei kommt EMPORA die Vielfalt der Projektpartner mit jeweils sehr spezifischem Wissen zugute: Erst durch die Zusammenschau der Erfahrungen und Kompetenzen entsteht der Mehrwert für die erarbeiteten Lösungen.

 Im Rahmen dieses Projektes soll eine integrierte Systemlösung für Elektromobilität entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Automobilindustrie, dem Bereich Infrastruktur, der Energiewirtschaft und Forschung implementiert werden. Einerseits bezieht sich diese Vorgehensweise auf Erkenntnisse aus den Bedürfnissen und Erwartungen der Nutzer bestehender und neuer Modellregionen, andererseits wird anhand einer breiten, gemeinschaftlichen Untersuchung eine integrierte Systemarchitektur entwickelt, an der sich wiederum die Arbeit in den einzelnen Themenbereichen orientiert. So werden technologische Entwicklungen in Teilgebieten auf Basis eines Gesamtsystems mit der höchstmöglichen Integration durchgeführt, um die Einhaltung einer gemeinsam definierten Systemarchitektur zu sichern. Die Vernetzung und Verknüpfung mit anderen europäischen F&E Projekten und Initiativen wird in EMPORA aktiv organisiert.